Nur das Beste Hundefutter

Wo liegen die Unterschiede, auf welche Kriterien sollte man achten und was ist eigentlich drin? Diese und viele andere Themen werden nicht nur in Facebookgruppen heiss diskutiert. Eine Wissenschaft für sich?

Fragen, die sich jeder bestimmt schon mal gestellt hat

  • sollte das Futter Getreide enthalten?
  • lieber Trockenfutter oder Nassfutter?
  • macht die Feuchtigkeit eines Futters einen Unterschied?
  • Selber kochen oder Futter vom Discounter?
  • B.A.R.F. oder Nassfutter aus Schweden?

Hier erfährst Du, wie artgerechte Hundenahrung aussieht und warum Du auf Hundefutter mit Getreide verzichten solltest.

Aber kommen wir zu meiner persönlichen Checkliste – worauf achte ich?

 

Inhaltsstoffe
Es sollten keine chemischen Zusatzstoffe oder Zucker enthalten sein. Die Deklaration sollte verständlich sein.

Getreidefrei
Hundefutter sollte ohne glutenhaltiges Getreide auskommen sowie klar und deutlich deklariert sein.

Fleischanteil
Ein Fleischanteil von 90% sollte angestrebt werden. Der Hund kann dadurch seinen Bedarf an Proteinen & Fetten decken.

Pflanzen
Die pflanzlichen Bestandteile im Futter sollten 10% nicht überschreiten und klar und deutlich deklariert sein.

Feuchtigkeit
Es sollte genügend Feuchtigkeit im Futter sein. Gerade wenn der Hund von sich aus nicht viel trinkt.

Verträglichkeit
Natürlich muss der Hund das Futter „vertragen“ und der Kotabsatz sollte verhältnismäßig gering sein.

Augen auf bei der Futterwahl

Verfüttere möglichst ein hochwertiges und getreidefreies Produkt. Man erkennt das zum einen am Preis (ein hoher Fleischanteil macht das Futter in der Regel teurer als andere Sorten mit billigen Füllstoffen) und zum anderen an den Inhaltsstoffen.

Du musst Dir daher die Deklaration immer genau durchlesen. Im Idealfall kommt man beim zusammenzählen der Zutaten (Vorraussetzung ist eine klare und detailierte Deklaration) auf 100%. Wenn die Angaben aber nur 60 oder 70% ergeben fehlt was in der Deklaration. Das sollte einen näher hinschauen lassen.

  • welches Fleisch ist enthalten?
  • handelt es sich beim Fleisch um Muskelfleisch (sollte ein großer Teil sein) oder um Innereien?
  • sind Geschmacksverstärker (z. B. Zucker) enthalten?
  • enthält das Futter z. B. Farb- oder Konservierungsstoffe die eine Allergie auslösen können?

Dahinter versteckt sich Zucker

  • Dextrose
  • Fructose
  • Karamell
  • Maltose
  • Malzkeime
  • Melasse
  • Rübenschnitzel
  • Sukrose
  • Saccharose
  • Zellulose
  • Dextrose
  • Fructose
  • Karamell
  • Maltose
  • Malzkeime
  • Melasse
  • Rübenschnitzel
  • Sukrose
  • Malzkeime
  • Melasse
  • Rübenschnitzel
  • Sukrose

Der Hund ist ein Karnivor

Hunde sind sehr anpassungsfähig was die Verdauung angeht. Da der Hund nunmal vom Wolf abstammt, wird auch hier immer gern der Vergleich zum Vorfahre gemacht. Dennoch liegen ein paar Jahre Evolution zwischen den beiden, sodass die Fütterung des Hundes nicht mehr 100% mit dem Wolf zu vergleichen ist.

Allerdings ist es immer noch so, dass der Hund seinen hohen Bedarf an Proteinen und Fetten aus Fleisch beziehen. Daher sollte der Fleischanteil im Futter immer deutlich höher sein, als der Anteil von Kohlehydraten. Diese geringe Mengen an Kohlehydraten sollten dann, wenn geht, aus hochwertigen Quellen stammen.

Allergieauslöser: Getreide

Hunde mit einer sensiblen Verdauung können durch Getreide eine Futtermittelunverträglichkeit entwickeln. In der Regel sind Gluten (eine der meist verwendeten Getreidesorten) die Auslöser einer Allergie.

In diesem Fall sollte sofort auf ein Futter ohne Getreide umgestellt werden.

Syptome können unter anderem

  • Durchfall
  • Juckreiz
  • gerötete Ohren
  • Darmreizungen
  • oder Aussschlag

sein.

    Gibt es Alternativen?

    Für fast alles gibt es Alternativen. Wenn also der Hund Probleme mit glutenhaltigem Getreide hat kann man zwischen folgenden Alternativen wählen.

    • Hirse
    • Kürbis
    • Mais
    • Kartoffeln
    • Reis
    • Süßkartoffeln

    Zudem kann man noch auf Pseudogetreide zurückgreifen, worunter

    • Amaranth
    • Buchweizen
    • Quinoa

    zählen. Diese sind ebenfalls frei von Gluten und damit gut verträglich.

    Warum ist Getreide im Hundefutter?

    Durch die Enzyme (Amylasen) ist es dem Hund möglich Getreide zu verdauen. Da der Darm des Hundes (1:5) im Verhältnis zu seiner Körperlänge allerdings sehr kurz ist, kann er nur kleine Mengen an Getreide verdauen.

    Zum Vergleich: ein Schaf hat ein Verhältnis von 1:23.

    Natürlich haben Hundefutterhersteller erkannt, dass Getreide viel günstiger ist als hochwertige Proteinquellen wie Muskelfleisch. Nicht zuletzt dient es dem Profit und der Gewinnoptimierung des Unternehmens.

    Getreide wird auch oft als Getreidemehl oder in Form von Flocken untergemischt.

    Eine Umstellung auf Hundefutter ohne Getreide, kann Dir und Deinem Hund einige Probleme ersparen.

    Was ist denn nun besser?

    Nassfutter oder Trockenfutter ohne Getreide?

    Generell ist Futter mit einem sehr geringen Getreideanteil gut. Der große Unterschied, den auch jeder auf dem Etikett nachlesen kann, ist die Feuchtigkeit. Während Nassfutter zwischen 60-80% Wasser enthält, liegt die Feuchtigkeit beim Trockenfutter bei 3-14%.

    Durch die geringe Feuchtigkeit ist Trockenfutter gegenüber getreidefreiem Nassfutter länger haltbar. Diese Haltbarkeit, die oftmals nicht allein am Feuchtigkeitszustand hängt, hat allerdings auch seinen Preis. Auf Grund des Feuchtigkeitsunterschied muss der Hund bei einer Fütterung mit Trockenfutter die ca. 6-8-fache Wassermenge trinken. Ein Hund der mit Nassfutter ernährt wird braucht dieses nicht zu tun.

    Erklärung: Wir und Säugetiere bestehen aus ca. 75% Feuchtigkeit.

    Nehme ich ein Lebensmittel mit 60-80% Feuchtigkeit – z. B. Frischfleisch – braucht man keinen Flüssigkeitsausgleich zu schaffen.

    Wenn ich aber ein Lebensmittel mit nur 5-10% Feuchtigkeit nehme – wenn man sich z. B. ausschließlich von Kekse ernähren würde – muss ich einen Flüssigkeitsausgleich schaffen. 

    Nassfutter kann einen Fleischanteil von 90-95%, wie z. B. bei Anifit, erreichen. Beim Trockenfutter kommt man häufig nicht höher als 50%. ACHTUNG: um Zutaten zwischen Trocken- und Nassfutter vergleichen zu können, muss die Feuchtigkeit vom Trockenfutter aufs Niveau vom Nassfutter gebracht werden, oder umgekehrt. 

    Trockenfutter lässt sich deutlich besser in der Hosentasche als Leckerli mitnehmen als Nassfutter. Weitere Vorteile sind das geringere Gewicht (weniger Flüssigkeit), die Lagerung in der Futtertonne und der geringe Dreck.

    Sichtbar besser, schmeckt den Hunden Nassfutter. Gerade ältere Hunde und Hunde die generell wenig trinken profitieren vom hohen Wassergehalt, da sie selber nicht mehr so viel trinken müssen. Der Wassergehalt in einem hochwertigen Nassfutter ist im übrigen kein zugesetztes Wasser, sondern die Feuchtigkeit die im Fleisch enthalten ist.

    Bei Nassfutter Sorten die als Zutat „Brühe“ auflisten, ist oftmals Wasser zugesetzt. Da man die sogenannte „Brühe“ aber auch selber erzeugen kann – indem man einfach etwas warmes Wasser ins Nassfutter gibt – kann man auf diese Zutat verzichten.

     

    Fazit

    Stellt man die Vorteile von Nass- und Trockenfutter gegenüber, wird schnell klar, dass die Vorteile des Trockenfutters eher dem Menschen zu gute kommen. Der Hund hingegen profitiert mehr vom hochwertigen Nassfutter (wie z. B. Anifit)

     

    Ist vielleicht B.A.R.F. die Lösung?

    Mittlerweile barfen viele Hundebesitzer um selbst bestimmen zu können was der Liebling in den Napf bekommt. So achten viele darauf möglichst wenig unnötige Füll- oder Konservierungsstoffe zu verwenden.

    Grundsätzlich erst einmal ein guter Ansatz. Allerdings ist es mit nur rohem Fleisch nicht getan und kann schnell zu einem Mangel an Nährstoffen führen. In jedem Fall braucht der Hund neben Fleisch  nicht nur einen geringen Gemüseanteil, sondern auch eine bestimmte Zusammensetzung von Vitaminen, Mineralstoffen sowie essentielle Fettsäuren im Futter.
    Hier muss man sich also entsprechend genau mit den Bedürfnissen seines Hundes auseinandersetzen.

    Bei einem guten Hundefutter ohne Getreide reicht ein Blick auf das Etikett und die Zutatenliste, um festzustellen, ob das Futter für den Hund geeignet ist. Mehr Infos zum Thema Deklaration.

     

    Müssen Welpen besonders ernährt werden?

    Im Handel gibt es spezielles Welpenfutter das die Umstellung von der Muttermilch auf normales Hundefutter erleichtern soll. Dazu enthält Welpenfutter oft einen höheren Energieanteil um das Wachstum und den höheren Energiebedarf zu decken.

    Aber ist das überhaupt nötig?

    Wenn man ein hochwertiges Nassfutter wählt, muss man nur die gleiche Menge füttern, die ein ausgewachsener Hund der Rasse bekommen würde. Man orientiert sich also am späterem Gewicht, was der Hund erreichen wird.

    Wichtig ist nur, das man die Portionen auf mehrere kleine Mahlzeiten am Tag verteilt. Ideal wäre hier mit 4-5 Mahlzeiten zu beginnen. Da der Magen noch sehr klein ist, kann dieser halt nur kleine Mengen aufnehmen.

     

    Eigene Erfahrung

    Ich selbst habe meinen Welpen genau so mit Anifit ernährt. Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn skeptisch war, denn auch ich kannte es nur so, dass man die Futtermenge an das Gewicht des Welpen anpasst.

    Dakota (Weisse Schweizer Schäferhündin, später ca. 35kg) habe ich ab der 12. Woche mit 1.300g Anifit + 60g Flocken ernährt. Ich habe 5 kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Mit ca. einem Jahr war sie, wie meine große Hündin, auf drei Mahlzeiten am Tag.

    Nach einem Jahr habe ich das erste große Blutbild machen lassen. Vielleicht auch nur als Sicherheit für mich, ob das alles so richtig war. Was soll ich sagen… alle Werte Top

     

    Bildnachweis: caze