Welpenernährung

Wenn es nach der Werbung geht, gibt es für jedes Alter, Größe, Rasse und Lebenslage unseres Lieblings das dementsprechende Futter! Das ist auch so beim Welpenfutter! Hier wird der „Ersthundebesitzer“ schnell mit dem Überangebot erschlagen und anfangs hört sich das alles ganz zu an…

Aber muss es wirklich für jede Lebenslage ein spezielles Futter geben? Wenn wir uns den Wolf anschauen, wird ganz schnell klar, dass das nicht so ganz der Wahrheit entspricht. Das Rudel teilt das Beutetier vom Welpe bis Senior auf. Der Welpe bekommt in den ersten Wochen lediglich das Futter „vorgekaut“.

Durch „gutes“ Marketing und viel Augenwischerei versucht genau hier die Futtermittelindustrie das „richtige“ Futter speziell für Ihren Liebling an den Besitzer/in zu bringen. Gerade beim ersten Hund ist man als unerfahrener Hundebesitzer diesen Werbeversprechen auf Verdei und Verderb ausgeliefert.

Normalerweise geht man davon aus sich auf den Züchter, Tierarzt oder Tierheimleiter verlassen zu können, aber auch hier ist von Fall zu Fall noch sehr viel Aufklärungsarbeit zu leisten, was die meisten gar nicht in den Sinn kommen würde. Ein falsches Hundefutter kann am Ende sogar schädlich für den Welpen sein, insbesondere dann, wenn es sich um das von Menschen erfundenes Trockenfutter handelt.

Merke: Was man dem Welpen im ersten Lebensjahr füttert wirkt sich auf sein ganzes Leben aus. Gutes und hochwertiges Futter bedeutet in diesem Sinn einen guten Start ins Leben der sich über die Jahre auszahlt. Füttert man „schlechtes“ oder minderwertiges Futter, kann sich das im Laufe der Zeit in Form von Krankheiten oder Allergien zeigen.

 

Die Qualität von Hundefutter

Kommen wir zur Qualität des Hundefutters und wie sich sozusagen „die Spreu vom Weizen trennt“. Hier gilt NICHT: Wer viel wirbt ist gut. Gerade wegen der ständigen Industrialisierung in der Tierfuttermittelherstellung bleiben hochwertige Inhaltsstoffe meist auf der Strecke! Buchtipp: Katzen würde Mäuse kaufen.

Wie hochwertig das verarbeitete Fleisch ist, oder wieviel überhaupt enthalten ist, bleibt auf den meisten Etiketten ein Rätsel. Die tierischen Nebenerzeugnisse bestehen oftmals aus allem, was die Schlachtabfälle heutzutage hergeben. Ob das Fleisch oder die tierischen Nebenerzeugnisse abgekocht sind oder nicht, kann der Tierhalter dem Etikett auch nicht entnehmen.

Es gibt schöne Etiketten und durch die Werbung bekannte Marken. Allerdings sagt keine der Tatsachen etwas über die Qualität des Futters aus. So spricht z. B. auch das Missverhältnis von Kalzium und Phosphor eine deutliche Sprache zur Qualität. Durch diese und viele andere Beeinflussungen erschwert sich für den Hundebesitzer die Suche nach einem hochwertigen Futter zur Aufzucht eines Welpen.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht. Eine gute Alternative die nicht nur eine gesunde und frische Auswahl an Inhaltsstoffen bietet, sondern auch noch übersichtliche Etiketten mit einer offenen Deklaration (alle Bestandteile sind angegeben) bietet hier ein Hundefutter aus Schweden.

 

Woraus sollte denn ein qualitativ hochwertiges Hundefutter bestehen?

  • aus hochwertigem Fleisch mit hohem Proteingehalt
  • aus niedrigem pflanzlichen Proteingehalt
  • Ohne Zucker
  • Ohne Zusatzstoffe
  • Ohne Konservierungsstoffe
  • Ohne Chemie

Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind weitestgehend im Fleisch und in den wenigen pflanzlichen Anteilen enthalten. Ihr gesonderte Erwähnung auf einem Etikett weist jedoch auf spezielle Zusätze und damit ggf.  auf eine minderwertige Qualität der Inhaltsstoffe hin.

 

Die Aufzucht eines Welpen

Wenn die Kleinen die Welt erblickt haben saugen sie von der 1. bis 4. Lebenswoche etwas 8-12 Mal täglich bei der Mutter. Erst ab der 6. Woche verringert sich das Saugen auf ca. 5-6 Mal am Tag. Normalerweise beginnt der Züchter ab der 4. Woche mit der Zufütterung von fester Nahrung. Spätestens ab der 8. Woche sollte der Welpe dann vollständig entwöhnt sein und auf das spätere Futter umgestellt sein, denn jetzt beginnt seine Reise in ein neues zu Hause.

 

Die Ernährung eines Welpen

Der heranwachsende Welpe hat gerade in den ersten 6 bis 8 Lebensmonaten einen erhöhten Nährstoff- und Energiebedarf. Für einen gesunden Start ins Leben hat der Welpe die sehr nahrhafte und gesunde Muttermilch bekommen und sollte jetzt bei der Abholung (8.-10. Wochen) auf ca. 5-6 Mahlzeiten pro Tag eingestellt sein.

Wenn der Welpen übernommen wird sollten die 5-6 Mahlzeiten pro Tag übernommen werden. Merke: Wenn die Mahlzeit zu groß ist, kommt im Organismus beim Welpen nicht genug an. Mit etwas 6 Monaten können die Mahlzeiten des Welpen auf drei reduziert werden und mit einem dreiviertel Jahr sollte die Fütterung auf zwei Mahlzeiten am Tag eingestellt sein. Die Fütterung sollte allerdings nicht auf eine Mahlzeit am Tag reduziert werden. Zum einen kann es durch die dann zu große Futtermenge zu einer Magendrehung kommen und zum anderen ist der Zeitraum von 24 Stunden für die Verdauung nicht optimal.

Wichtig: Bitte immer zimmerwarm füttern

 

Hundefutter für Welpen

Ab der 3.-4. Woche wird der Welpe vom Züchter an feste Nahrung gewöhnt und wird in den darauf folgenden Wochen von der Muttermilch entwöhnt. Die Reise in ein neues zu Hause kann gemeistert werden.

Wenn der Welpe abgeholt wird, bekommen die neuen Hundebesitzer das vom Züchter zuletzt gefütterte Futter, in einer kleinen Ration, mit. Dieses Futter kennt der Welpe seit seiner 3. Lebenswoche, ob es gesund und artgerecht ist, sei mal dahingestellt.

In seinem neuen zu Hause kann der Welpe in Ruhe auf ein hochwertiges und natürliches Hundefutter umgestellt werden. Bei der Auswahl des Futters ist zu beachten, das es wirklich alles das enthält was ein Welpe benötigt. So sollten alle Bestandteile in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, um späteren Erkrankungen vorzubeugen.

 

Die Futterumstellung

Der Magen-Darmtrakt eines Welpen ist empfindlich und benötigt bei der Futterumstellung genug Zeit, denn er muss sich an das neue Futter und dessen Bestandteile gewöhnen. Zum Teil ändert der Darm die Zusammensetzung der Schleimhaut um das neue Futter besser verarbeiten zum können. Aus diesem Grund sollte die Umstellung nur Stück für Stück erfolgen und nicht radikal. Denn nur mit der schonenden Umstellung lassen sich Durchfälle und Magen-Darm-Probleme vermeiden.

Grob gibt es zwei Methoden der Futterumstellung. Bei der einen verbraucht man noch die „alte“ Futtersorte bei der anderen lässt man diese gleich weg. Wenn man die alte Futtersorte noch aufbraucht möchte, füttert man die ersten Tage ca. 1/3 neues Futter unter das alte (2/3). Wenn der Welpe damit keine Probleme hat, kann man die Mischung auf 1/2 alt und 1/2 neu umstellen. Bei ausbleibenden Problemen kann dann weiter auf 1/3 alt 2/3 neu umgestellt werden um anschließend nur noch das neue Futter zu geben.

Wenn das „alte Futter ersatzlos gestrichen werden soll, kann die Umstellung mit Kartoffelbrei erfolgen. Aber bitte keinen Tütenkartoffelbrei (Zusatzstoffe und Chemie). Diese Methode setzt allerdings ein Welpenalter von über 12 Wochen voraus, da vorher der Verdauungstrakt die in den Kartoffeln vorhandene Stärke noch nicht verarbeiten kann. Einfach Kartoffeln kochen (kein Satz ins Wasser), abgießen und stampfen. Um ihn „geschmeidig zu machen verwendet man Wasser, keine Milch. Die Vorgehensweise ist dann wie folgt. Die ersten Tage 2/3 Kartoffelbrei 1/3 Futter. Wenn der Welpe das gut verträgt weiter auf 1/2 Kartoffelbrei und 1/2 Futter umstellen. Liegen keine Probleme vor, weiter auf 1/3 Kartoffelbrei und 2/3 Futter um am Ende wieder auf 100% Futter zu gelangen.

 

Wann ist eine Futterumstellung notwendig?

Wenn der Welpe folgende Symptome zeigt, sollte dringend über eine Umstellung der Futtersorte nachgedacht werden

  • Zu schnelles Wachstum und geringe bis keine Gewichtszunahme
  • Zu geringes Wachstum und/oder abmagert
  • Keine Sättigung und ständige Futtersuche
  • Unverträglichkeit in Form von: Durchfall, Erbrechen, Verstopfung oder Blähungen
  • stumpfes, struppiges Fell und daraus resultierende Hautentzündung, Hautjucken oder Fellverlust

Eventuell vorliegende Krankheiten sollten in dem oben genannten Zusammenhang der Futterumstellung durch einen Tierarzt abgeklärt werden.

 

Auswirkungen einer falschen Ernährung beim Welpen

Wenn der Welpe an Gewicht verliert weist das oft auf ungeeignetes Futter hin. Wenn man hier naiv vorgeht und einfach nur die Futtermenge erhöht bekommt man nicht den erhofften Effekt: Gewichtszunahme. Durch eine höhere Futtermenge wird lediglich das Wachstum beschleunig und legt damit einen bösen Kreislauf in Gang, mit dem dann der ausgewachsene Hund zu kämpfen hat: Probleme mit Knochen und Gelenken.

Ein Welpe soll seiner Rasse entsprechen wachsen und zunehmen. Optimal ist ein qualitativ hochwertiges Futter, das den Bedürfnissen des jungen Welpen entspricht und in seinen Bestandteilen ausgewogen ist. Dazu gehört nicht allein der hohe Fleischanteil, sondern auch die Inhaltsstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sollten eine gesunde Mahlzeit abrunden und verdienen besonderer Beachtung. Gerade spätere Organschäden und hohe Tierarztkosten sind heute keine Seltenheit mehr.

Als Welpenbesitzer sollte man sich einmal in der Woche Zeit nehmen und den Welpen wiegen und messen. Anhand dieser Aufzeichnungen kann sich der Hundebesitzer selbst schnell ein Bild von der Entwicklung seines Welpen machen und sehen ob dieses seiner Rasse entsprechend ist.

Übrigens hat das Futter keinen Einfluss auf die Endgröße des Hundes, diese ist genetisch festgelegt und ändert sich weder nach der Menge noch nach der Qualität des Futters. Lediglich auf die Gewichtszunahme und das Wachstum hat Hundefutter Einfluss.

 

Welpenfutter und Allergien

In den letzten Jahren leiden immer mehr Hunde unter Allergien, was nicht zuletzt auf die zunehmende Verwendung von Weizen und Soja im Hundefutter zurückzuführen ist. Aber nicht nur Mehle sondern auch minderwertige Fleischabfälle, Konservierung-, Aroma- und andere Füllstoffe tragen ihren Beitrag dazu bei. Geriet gerade Früher Trockenfutter ins Visier von „unnötigen“ Inhaltsstoffen, reihen sich heute auch viele Nassfuttersorten mit in die Reihe ein.

Sollten Unverträglichkeiten auftauchen, kann man dieses durch ein Ausschlussverfahren der Inhaltsstoffe herausfinden. Hat man den möglichen Übeltäter gefunden, achtet man bei der Auswahl der Futtersorten genau darauf, das dieser nicht enthalten ist. In manchen Fällen kann dieses Ausschlussverfahren und die Suche nach dem Übeltäter allerdings längere Zeit in Anspruch nehmen. Allerdings lohnt sich dieser Aufwand insbesondere für das Tier. Dem Welpe geht es mit der für ihn geeigneten Futtersorte deutlich besser und er ist fröhlicher als zuvor.

 

Trockenfutter für Welpen? Ja, aber…

Von der Aussage, dass Trockenfutter gut für die Zähne ist und gegen Zahnstein wirkt, kann sich jeder Hundebesitzer gleich mal verabschieden. Kein Trockenfutter hält den Zahnstein davon ab sich auf den Zähnen zu bilden, dafür sind eher spezielle Naturkauartikel zuständig und der richtig PH Wert im Maul. Zudem kann man die natürlichen Kauartikel ohne Zucker auch noch als Beschäftigungstherapie nutzen, damit der Welpe die „verbotenen“ Sachen nicht anknabbert.

Egal ob Nass- oder Trockenfutter gefüttert wird, Zahnprobleme oder Mundgeruch kommen vom Zucker und den zu vielen Kohlenhydraten. Kohlenhydrate werden im Übrigen auch noch in Zucker umgewandelt und sorgen damit für einen noch höheren Zuckergehalt. Hochwertiges Futter ohne Zucker ist für Welpen genauso wichtig wie für Kinder Gemüse und Obst statt Schokolade.

Aber wenn es denn unbedingt Trockenfutter sein soll, aus welchem Grund auch immer, dann bitte ein hochwertiges und kaltgepresstes. Auf jeden Fall sollte das Trockenfutter vor der Gabe eingeweicht werden, damit der Hund seinen täglichen Bedarf an Feuchtigkeit auffüllen kann und sich nicht an den trockenen Brocken verschluckt.

Zudem sollte man bei der Futterwahl darauf achten, dass man Kohlenhydrate (Flocken) und Stärke (z. B. Kartoffeln) vorsichtig füttert, da die für ihre Verdauung notwenigen Enzyme sind erst ab der 12. Woche im vollen Umfang vorhanden sind.

 

Worauf muss man denn beim Welpenfutter achten?

  • Auf die Ausgewogenheit der Bestandteile wie: Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.
  • Spezielle Welpen- oder Rassefuttersorten sind reine Marketinggags der Futterindustie und vollkommen unnötig.
  • Das Futter sollte auf keinen Fall Zucker oder Zuckerersatzstoffe enthalten. Unbedingt die Deklaration richtig lesen und auf Endungen mit -ose achten.
  • Ein ausgewogenes Futter mit hohem Fleischanteil, ohne Zucker-, Konservierungs- und Zusatzstoffe ist für den Welpen gut verträglich und lässt ihn gesund aufwachsen.
  • Ein Futter mit vielen Zusätzen und wenig Bestandteilen bläht einen Welpen nur auf und füllt ihn mit leeren Kalorien.
  • Das Futter sollte satt machen und genügend Energie liefern, damit der Welpe seinen Körper stabilisieren kann. Viel schnelle umsetzbare Energie ist hier besser als Bestandteile die ihm schwer im Magen liegen.
  • Im Idealfall ist das Verhältnis zwischen Calzium und Phosphor von 1,2 – 1,5 : 1, leider ist das in vielen Futtersorten nicht so und kann zu Problemen führen.

 

Calzium-Phosphor-Verhältnis

Das Verhältnis Calzium und Phosphor sollte bei 1,2 – 1,5 : 1 liegen damit das Missverhältnis zwischen Wachstum und Gewicht nicht aus den Fugen gerät. Gerade bei großen Rassen wirkt sich ein zu schnelles Wachstum oder ein Über- oder Untergewicht auf die Knochen und Gelenke des Welpen aus.

Gerade Hüft- und Ellbogendysplasien sind nicht immer unbedingt nur auf eine rassetypische Erkrankung großer Rassen zurückzuführen, sondern entstehen oft durch das falsche Verhältnis zwischen Calzium und Phosphor in der Wachstumsphase.

 

Fleischanteil im Welpenfutter

Für Welpen sollte der Eiweißgehalt im Futter sehr hoch und von hochwertiger Herkunft sein. Hierbei liefert wohl Geflügel das hochwertigste Eiweiß und ist zudem am leichtesten für den Welpen verdaulich.

Ein Augenmerk sollte man auf die tierischen Nebenerzeugnisse werfen. Das gilt sowohl für Nass- als auch für Trockenfutter. Tierische Nebenerzeugnisse sollten unbedingt aus lebensmitteltauglichen Bestandteilen und für die Ernährung des Hundes notwendigen Innereien bestehen.

Bei sehr vielen Anbietern sind die tierischen Nebenerzeugnisse minderwertige Schlachtabfälle oder anderer Tiermüll, der für den menschlichen Verzehr ausgeschlossen wurde.

Eingefroren, zersägt und zerkleinert landen sie in der Futterverwertung. Kann man sie vielleicht im Nassfutter noch erahnen, sind sie in den Mehlen der Trockenfutterbrocken nicht mehr identifizierbar. Der Eisblock mit Fleischanteilen kann daher Schweinefleisch, Rinderfleisch, Geflügel oder Fisch enthalten, wer weiss das schon… Ekeliger wird es wenn Schnäbel, Krallen, Hufe und ähnliche Schlachtabfälle mit verarbeitet wurden.

 

Welpenfutter und Rohprotein/Roheiweiß

Rohprotein oder Roheiweiß ist der Inhaltsstoff, der den Eiweißgehalt im Hundefutter bekannt gibt. Dazu gehören die Bestandteile des Fleisches, die tierischen Nebenerzeugnisse sowie diverse pflanzliche Inhaltsstoffe. Die Summe aus diesen Bestandteilen ergibt den Gesamtwert des Rohproteins oder Roheiweiß.

Hochwertiges Fleisch sowie hochwertige tierische Nebenerzeugnisse sind wichtige Energielieferanten und sorgen für den Gewichtsaufbau. Welpen benötigen viel Energie und diese am Besten aus hochwertigem Fleisch. Der Welpe neig, durch seine hohe und ständige Aktivität, nur selten zu Übergewicht.

Durch den schnelleren Stoffwechsel verbrennt der Welpe, die Energie und die aufgenommenen Fette, schneller ab als er diese zu sich nehmen kann. Ausgewogen ernährte Welpen werden selten fett und magern nicht ab. Sie entwickeln sich der Rasse entsprechend und bleiben gesund.

Um ordentlich und gleichmäßig zu wachsen benötigt ein Welpe hochwertiges, tierisches Protein was in Fleisch, Muskeln, Sehnen, Knochen und ebenso aus allen Organen zu finden ist. Die Betonung liegt in der Begrifflichkeit des hochwertigen tierischen Einweißes (tierisches Protein).

Was den Welpen in die Höhe schießen lässt, ist der reine Eniergieüberschuss. Dieser Überschuss an Energie kommt aber nur im Zusammenspiel mehrerer Komponenten zustande, wie: zu viel Futter, zu viel pflanzliches Eiweiß und zu viele leere Kalorien und die dazukommenden tierischen Einweiße und zugesetzten Fette.

Das Hundefutter eines Welpen sollte so ausgelegt sein, dass der Welpe genügend Energie bekommt. Die aufgenommene Energie sollte hochwertig und schnell verwertbar sein und keine leeren Kalorien enthalten, die den Körper zu stark belasten. Vitamine, Mineralien und Spurenelemente gehören nicht zu den leeren Kalorien, sondern sind notwenige Bestandteile für einen gesunden und stabilen Körper.

 

Welpenfutter ja oder nein

Der Welpe sollte seiner Rasse entsprechen wachsen und zunehmen. Daher sollte das Futter aus hochwertigen und natürlichen Inhaltsstoffen, sowie viel Fleisch und einem ausgewogenen Verhältnis von Calzium und Phosphor bestehen. Ungeeignetes Futter im Welpenalter Begünstigt spätere Erkrankungen und zieht häufig teure Behandlungen nach sich. Lebenslange Probleme von ausgewachsenen Hunden sind oft vorprogrammiert. Mit einer entsprechend kritischen Auswahl des Futters könnte man im Vorfeld allerdings viele Probleme umgehen.

Bei vielen Futtersorten liegt es einfach nur daran, das zu wenig Fleisch und zu viel Getreide enthalten ist. Diese füllen zwar den Magen des Hundes, bieten jedoch keine weiteren Vorteile. Dazu begünstigen die hohen Pflanzenanteile Allergien und Unverträglichkeiten, die einem Welpen schwer zu setzen und vollkommen unnötig sind.

Viele ausgewachsene Hunde leiden immer häufiger unter Erkrankungen, deren Grundstein im Welpenalter gelegt wurde. Meist wird dieses durch ungeeignetes oder qualitativ unzureichendes Futter begünstigt.

 

Spezielles Welpenfutter pro und contra

Vom 1. Bis 8. Monat ist der Energiebedarf von Welpen etwas 2-4 Mal so hoch als bei einem ausgewachsenem Hund. Diese Energie wird nicht nur für die Bewegung sondern auch für das Wachstum verbraucht.

Oftmals werden die dazu benötigten Nährstoffe extrem hoch zugesetzt und mit synthetischen Vitaminen und Mineralien ergänzt. Diese Kombination kann später vermehrt zu Soffwechelerkrankungen führen.

Auch ein schnelles Wachstum der Welpen ist gerade auf Bezug von Gelenken und Knochen bedenklich. So beschleunigen ein Großteil aller Welpenfuttersorten und auch Futtersorten für ausgewachsene Hunde das Wachstum des Welpen. Daher ist es unerlässlich, ein geeignetes Futter für den Welpen auszuwählen.

Mittlerweile raten auch immer mehr Züchter von speziellem Welpenfutter ab. Gerade die Riesenrassen wie die Deutsche Dogge oder der Irish Wolfshund wachsen durch den hohen Energiegehalt im Welpenfutter viel zu schnell. Später kann das zu Knochenprobleme und andere Krankheiten führen.

 

Die Alternative zu Welpenfutter

Es ist ratsam, den Welpen mit einem natürlichen und artgerechten Futter zu versorgen. Bei einer natürlichen Nahrung bedient sich der Körper mit dem was er braucht. Man bietet dem Welpen reichlich an, damit keine Mängel entstehen. Alles zu viel ist, wir vom Organismus des Welpen automatisch ausgeschieden.

So kann ein Welpe, der mit einem natürlichen und hochwertigen Nassfutter ernährt wird, bereits die gleiche Portion bekommen die ein ausgewachsener Hunde bekommen würde. Das heißt: wenn der Welpe ausgewachsen ein Gewicht von 40kg erreicht und die Fütterunpfehlung für diese Gewichtsklasse bei 800g/Tag liegt, kann diese auch schon dem Welpen angeboten werden.

Diese Menge wird anfangs auf die 5-6 Mahlzeiten am Tag aufgeteilt. Also nach dem Beispiel oben auf 5 Mal 160g am Tag. Danach auf 4 x 200g und weiter auf 3 x 260g am Tag. Wenn die Mahlzeiten auf zweimal pro Tag erreicht sind, bekommt der ausgewachsene Hund 2x400g am Tag. Feste Fütterungszeiten erleichtern das einhalten der einzelnen Mahlzeiten.

Merke: Je niedriger die Fütterungsempfehlung, desto hochwertiger das Hundefutter!

Wenn man den Welpen barfen will, sollte man sich im Vorfeld nicht nur mit der Berechnung der Futtermenge auseinandersetzen. Ein wirklich ausgewogenes Welpenfutter selbst zusammen zu stellen, erweist sich für viele schnell als ein großes Puzzel und wichtige Komponenten sind nicht immer direkt erhältlich.

Mittlerweile bieten spezielle Fachhändler sogenannte Baukastensysteme an um eine gute Futtermischung zu erstellen. Gerade das gefriergetrocknetes „easy Barf“ bietet eine effektive und praktische Lösung, wenn der Barf-Beginner noch nicht über die notwendigen Grundkenntnisse in Sachen Lebensmittel und Hundenahrung verfügt.

Zu einem Nassfutter mit sehr hohem Fleischanteil wie z. B. Anifit oder auch beim Barfen sollten aber unbedingt auch etwas Kohlenhydrate mit dazu gegeben werden. Die Kohlenhydrate können beispielsweise aus speziellen Flocken, Kartoffeln, Reis aber auch aus gekochten Haferflocken bestehen.

 

Fazit

Ein Welpe benötigt kein spezielles Welpenfutter! So wie es uns die Natur zeigt, werden auch Wolfswelpen ohne spezielles Futter groß und stark. Noch vor Jahrzehnten gab es kein spezielles Futter für Welpen oder Senioren und dennoch sind unsere Hunde älter als heutzutage geworden!

Welpen brauchen kein extra Welpenfutter – sie brauchen nur ein hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil – halt ganz so, wie die Natur es vorgesehen hat!

 

Bildnachweis: caze