Entgiftungsmöglichkeiten beim Hund

  • Die Gesundheit liegt im Darm
  • Vorbereitung zur Entgiftung
  • Das Blutbild vom Hund kann hilfreich sein
  • Maßnahmen zur Entgiftung
  • Ausleitung der Schadstoffe beim Entgiften
  • Homöopathie unterstützt bei der Entgiftung
  • Während der Entgiftung
  • Dauer einer Entgiftung beim Hund
  • Nach einer Entgiftung
Nachdem es im ersten Bericht um die Entgiftungsorgane beim Hund ging, schauen wir uns im zweiten Artikel die Entgiftungsmöglichkeiten beim Hund an und wie eine Entgiftung funktionieren kann.

Wie schon geschrieben, werden nicht nur wir Menschen in der heutigen Zeit mit einer Unmenge an Giften belastet, sondern auch unsere Haustiere. So geht man heute von einer durchschnittlichen Belastung von 45.000 – 65.000 verschiedenen giftigen und belastenden Umweltsubstanzen aus… und das TÄGLICH!

Darunter befinden sich u. a. landwirtschaftliche Spritzmittel, Autoabgase, Wohngifte in Baumaterialien und Industrie- oder Bauschadstoffe, gegen die wir uns schlecht bis gar nicht wehren können, weil wir sie in den seltensten Fällen beeinflussen können und die Liste könnte noch endlos weitergeführt werden. Bei Medikamenten, chemischen Wurmkuren, Impfungen und der Aufnahme über Lebensmittel, können wir in den meisten Fällen allerdings selbst entscheiden, wie viel man dem Organismus zumutet.

Da unsere Organismen demnach schon extremen Schadstoffbelastungen ausgesetzt sind, sind die Folgen oft weitreichend. So können, je nach Entgiftungsfähigkeit des jeweiligen Körpers, mehr oder weniger chronische Erkrankungen auftreten bis hin zum Krebs bei Hunden, weil der Organismus mit der Ausscheidung der Giftstoffe einfach nicht mehr hinterherkommt. Demzufolge ist es nicht verwunderlich, dass die Zahl der Allergien und „Zivilisationskrankheiten“ bei unseren Hunden stetig steigt.

 

Die Gesundheit liegt im Darm

Damit es erst gar nicht soweit kommt, ist eine richtige und vor allem regelmäßige Vorsorge umso wichtiger. Das Allerwichtigste ist mit Sicherheit eine regelmäßige Darmsanierung beim Hund durchzuführen. Des Weiteren kann vorbeugend ein bis zweimal im Jahr eine komplette Entgiftung beim Hund durchgeführt werden.

Doch wie und womit entgiftet man den Hund und wie funktioniert eine solche Entgiftung? Wie ist die Vorgehensweise, was muss beachtet werden und wie lange dauert eine Entgiftung?

Alles Fragen, die sich verantwortungsbewusste Hundehalter stellen sollten und die ich hier behandeln will. Gerade im Internet finden sich zahlreiche Produkte zur Entgiftung, leider aber eher verwirrende als hilfreiche Antworten zu diesem Thema.

 

Vorbereitung zur Entgiftung

Bevor es mit der Entgiftung losgehen kann, muss zuerst der Organismus des Hundes gestärkt sein. Eine Entgiftung kostet sehr viel Energie und ist daher eine anstrengende Angelegenheit für das Tier. Zuerst sollte die Ernährung des Hundes geprüft werden. Ist das Hundefutter ausgewogen und nährstoffreich, damit der Hund mit Allem wirklich gut versorgt ist? Gerade bei preiswertem Hundefutter ist das oftmals nicht der Fall.

Nur mit den in ausreichender Menge benötigten Nährstoffen können körpereigene Funktionen richtig ablaufen. Sollte sich nach Überprüfung des aktuellen Hundefutters herausstellen, dass zu wenig Nährstoffe enthalten sind, sollte vorher eine Futterumstellung gemacht werden. Wenn eine Futterumstellung durchgeführt wurde, sollte ein wenig Zeit vergehen bevor man mit der Entgiftung beginnt, damit etwaige Nährstoffdefizite ausgeglichen werden können.

 

Das Blutbild vom Hund kann hilfreich sein

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann vorab ein Blutbild erstellen lassen, um Mängel aufzudecken. Diese können dann noch mit natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden. Chemische Wurmkuren, Impfungen und/oder Spot-on´s sollten mindestens drei Wochen zurückliegen.

Besonders vor und nach der Entgiftung ist darauf zu achten, den Stoffwechsel durch ausreichend Bewegung zu unterstützen. Dabei ist die gesündeste Bewegung die Ausdauer. Also lieber ausgedehnte Spaziergänge mit viel Freilauf planen, als auf der Wiese 10 mal den Ball werfen.

Zudem spielt die Flüssigkeitsaufnahme beim Entgiften eine sehr große Rolle, da die Schadstoffausscheidung so unterstützt wird. Ein Großteil der Flüssigkeit sollte bereits über die Nahrung aufgenommen werden. Trockenfutter ist daher generell nicht zu empfehlen, denn hier beträgt die benötigte Flüssigkeitsaufnahme etwa das 10fache gegenüber Nassfutter oder Barf.

Ein paar Tricks um die Flüssigkeitsaufnahme zu unterstützen

  • Regenwasser auffangen (schmeckt vielen Hunden besser als Leitungswasser)
  • häufiges Austauschen des Wassers
  • mehrere Trinknäpfe aufstellen
  • ungesalzene Brühe oder Tee mit ins Wasser geben

Wenn alles in Ordnung und der Hund fit ist, kann die Entgiftung beginnen.

 

Maßnahmen zur Entgiftung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Hausmittel um einen Hund zu entgiften. Grundsätzlich sollte eine Darmsanierung als erstes erfolgen. Aber auch die Leber und Nieren sollten auf jeden Fall 1-2 Mal im Jahr auf natürlichem Weg entgiftet werden.

Welche natürlichen Ergänzungsmittel eignen sich für eine Entgiftung?

Regulat – Enzyme zur Entgiftung bei Hunden
Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass hier lebenswichtige körpereigene Enzyme, die auch zur Entgiftung notwendig sind, aktiviert werden und die gesamte körpereigene Enzymproduktion angeregt wird. Regulat kaufen – http://amzn.to/2u9kJrH 

Selen – Mangel ist Ursache vieler Beschwerden
Selen spielt bei der natürlichen Entgiftung eine große Rolle, denn es wird eine erhebliche Menge davon verbraucht. Darum ist es umso wichtiger, dem Hund während der Entgiftung Selen zuzuführen. Es ist u.a. in Paranüssen, frisch geflockten Leinsamen, Sesam oder Knoblauch (nicht zu viel und lieber priesenweise als Granulat) enthalten. Gut wird Selen auch aus aufgeschlossenem Getreide wie Haferflocken, Naturreis oder Weizenvollkorn aufgenommen. (Wiki – https://de.wikipedia.org/wiki/Selen )

Vitamin E und C
Diese beiden Vitamine haben eine wichtige Bedeutung beim Entgiften. So findet sich Vitamin E beispielsweise in Weizenkeimöl und Vitamin C in Obst und Gemüse. Frisches Obst ist hier grundsätzlich zu empfehlen.

Mariendistel – Unterstützt die Leber
Schon seit Urzeiten gilt die Mariendistel als natürliches Heilmittel. Sie enthält Wirkstoffe, die der Leberentgiftung helfen, aber auch gleichzeitig deren Regeneration enorm fördern. Dabei gilt Mariendistel als das wirksamste natürliche Leberheilmittel und wird sogar in der Intensivmedizin zur Lebensrettung bei Vergiftungen hoch dosiert eingesetzt!!!

Kräuter (z. B. Bärlauch, Brennnessel, Löwenzahn, Koriander)
Der Löwenzahn hat eine leber- und nierenstärkende Wirkung und kann noch vor vielen anderen Krankheiten schützen. Zu den bekanntesten blutreinigenden und entgiftenden Pflanzen zählt wohl die Brennnessel, da sie die Nierenfunktion anregt und enorm harntreibend wirkt.

MSM – organischer Schwefel
Dies ist die Abkürzung für Methylsulfonylmethan. MSM ist eine der häufigsten biologisch aktiven Schwefelverbindungen in der Natur. In fast jeder Pflanze, in allen Wirbeltieren und natürlich auch im Hund kommt es vor. Kaum jemand weiß, dass Schwefel ein enorm wichtiger Bestandteil vom körpereigenen Entgiftungssystem ist. Mehr dazu – https://www.zentrum-der-gesundheit.de/organischer-schwefel-msm-pi.html

Kolloidales Silber – In höchster Qualität
Kolloidales Silber dient zur Entgiftung von Schwermetallen, denn Silber bindet zum Beispiel Quecksilber, was u. a. in Impfungen enthalten ist. Kolloidales Silber muss fachmännisch hergestellt werden, ansonsten kann es zur Argyrie (Verfärbung der Haut und der Schleimhäute) kommen. Lagert es zu lange, verliert es seine Wirkkraft. Daher am besten selbst sorgfältig mit einem speziellen Gerät herstellen, was es zu kaufen gibt.

 

Ausleitung der Schadstoffe beim Entgiften

Wenn die Entgiftung angeregt wird, sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Giftstoffe aus dem Körper ausgeleitet werden, sonst macht die beste Entgiftungskur keinen Sinn. In erster Linie sind die funktionsfähigen Ausleitungsorgane des Hundes dafür verantwortlich, daher ist für diesen Prozess die Flüssigkeitszufuhr enorm wichtig. Zusätzlich gibt es noch schadstoffbindende Mittel die zugeführt werden sollten, um die Ausleitung zu unterstützen.

Zeolith / Mineralerde
Zeolith ist eine fein vermahlene Mineralerde und ein Meister der Entgiftung. Es verfügt über mehrere Mechanismen, um den Körper von Giften zu befreien. Zeolith bindet ähnlich wie ein Schwamm, Giftstoffe an sich. Schwermetalle, Darmgase, Säuren, Bakterien- und Schimmelgift uvm. werden einfach mit dem Kot ausgeschieden.

Betonit/ Heilerde
Heilerde besitzt die Eigenschaft, große Mengen an Schadstoffen aufnehmen zu können. Die Zugabe von Betonit gewährleistet, dass sich die gelösten Giftstoffe im Körper nicht verteilen, sondern wirklich ausgeschwemmt werden.

Chlorella
Chlorella ist eine Alge, die Umweltgifte wie Insektizide und Pestizide, Blei und Kadmium, aber auch viele Schwermetalle wie zum Beispiel Zinn, Quecksilber, Nickel und Palladium binden kann. Diese Schadstoffe werden dann auf natürlichem Wege vom Hund ausgeschieden.

Zahlreiche Vitalpilze
Pilze sind für ihre entgiftende Wirkung bekannt und saugen wie Schwämme große Mengen an Giftstoffen im Körper auf. Aber bitte hier besonders auf Qualität achten! Am Besten sogar selber ziehen.

WICHTIG: Egal welche natürlichen Entgiftungsmittel eingesetzt werden, es ist enorm wichtig auf Qualität zu achten und die hat bekanntlich ihren Preis. Billigprodukte, besonders aus Asien, können schnell gefährlich werden, da unter Umständen Schwermetallbelastungen, Strahlungen etc. vorliegen. Darum bitte immer auf geprüfte Qualität und Herkunftsnachweise achten.

 

Homöopathie unterstützt bei der Entgiftung

Es gibt eine Vielzahl von homöopathischen Mitteln als Globuli oder Tropfen zur Unterstützung der Entgiftung. Je nach Beschwerden können sie individuell eingesetzt werden. Auch eine Lichttherapie ist zur Abwehrsteigerung hilfreich.

  • Toxex – löst Giftstoffe und Schlacken aus den Geweben
  • Sulfur – vielseitig einsetzbar, auch sehr gut bei Hautproblemen
  • Entoxin – als Set zur Entgiftung
  • Phönix Spagyrik – als ergänzende Entgiftungstherapie
  • Nux vomica – hilft zum Beispiel den Hund nach Antibiotika zu entgiften
  • Okoubaka – allgemeine Entgiftung nach Schadstoffaufnahme

TIPP: Globoli sollten über die Schleimhaut aufgenommen werden. Sie verlieren ihre Wirkung, wenn sie mit dem Futter gegeben werden und dadurch sofort in den Magen gelangen. Werden die Globoli als kleine Kügelchen verabreicht, können diese einfach auf die Schleimhaut gelegt werden. Globolis als Tabletten, können zu einem Pulver gestoßen werden und dann auf die Schleimhaut gestreut werden.

 

Während der Entgiftung

Da die Entgiftung viel Energie vom Hund abverlangt, kann es natürlich zu Nebenwirkungen kommen und der Hund wirkt schlapp oder müde. Aber auch verstärkter Haarausfall, trockene Haut, Schuppenbildung bis hin zu starkem Juckreiz, Ekzemen, Ohrenentzündungen oder Aussschlag können Nebenwirkungen sein, da viele Hunde auch über die Ohren und die Haut entgiften. Diese Symptome sollten allerdings eher ein Grund der Freude sein, denn dadurch zeigt sich, dass die Giftstoffe ausgeschieden werden und den Körper verlassen.

Nach Möglichkeit sollte dieser Prozess nicht unterbunden, sondern vielmehr unterstützt werden. So können sie den Hund z. B. regelmäßig bürsten und liebkosen. Zusätzlich können sie Ihren Hund mit essentiellen Fettsäuren versorgen, z. B mit 1-2 Eigelb pro Woche und B-Vitamin (Bierhefe).

Und natürlich ganz wichtig, unbedingt auf genügend Flüssigkeitszufuhr achten. Wie wäre es beispielsweise mal mit einer leckeren Trinkvariante? Dazu das Wasser einfach mit etwas Honig, Öl oder Eigelb mischen.

Was der Darm nicht ausscheidet, muss die Leber ausscheiden!

Was die Leber nicht ausscheidet, muss die Niere ausscheiden!

Was die Niere nicht ausscheidet, muss die Haut ausscheiden!

 

Dauer einer Entgiftung beim Hund

Eine Entgiftung ist eine anstrengende Angelegenheit für den Hund und sollte immer kurweise durchgeführt werden. Bitte auch nicht übertreiben! Den Hund nicht länger als 4-6 Wochen am Stück entgiften. Je nach Schadstoffbelastung sollte eine Pause von 2-4 Wochen eingelegt werden, damit der Körper sich erholen und stärken kann.

Der Aufbau läuft optimal mit ausgewogenem und nährstoffreichem Hundefutter. Nach dieser Pause kann erneut mit einem 4-6 wöchigem „Entgiftungsblock“ begonnen werden.

Wie lange letztendlich eine Entgiftung dauert, kann man nicht pauschal beantworten, da jede Entgiftung von Hund zu Hund unterschiedlich ist. Nicht nur der individuelle Organismus spielt dabei eine Rolle, sondern auch Faktoren wie: Futter, Medikamentengabe, chem. Wurmkuren/Zeckenmittel, Impfungen und vieles mehr.

Wenn keine oder nur geringe Gesundheitsprobleme vorliegen, ist es ausreichend, die Entgiftung 1-2 Mal im Jahr zur Vorbeugung durchzuführen.

 

Nach einer Entgiftung

Wenn man sich schon die Mühe einer Entgiftung macht, sollte man den Erfolg auch bestmöglich nutzen und auf einige Dinge achten. Gerade eine artgerechte, ausgewogene, schadstoffarme und nährreiche Ernährung ist das beste Fundament sowie die wichtigste Unterstützung für die Gesundheit Ihres Lieblings.

Sicherlich können wir unsere Hunde nicht vor allen Schadstoffen (z. B. Umwelt) schützen, aber es gibt auch vermeidbare Gifte. Gerade bei der Parasitenbekämpfung wird leider viel zu schnell zur „bequemen“ Chemiekeule (Spot-on, Wurmkur…) gegriffen – das muss oftmals nicht sein.

Auch die Umgebung des Hundes sollte so schadstoffarm wie möglich gehalten werden. So könnte man z. B. statt auf Plastik- oder Metallnäpfe, auf Keramiknäpfe zurückgreifen, anstatt billigster Plastikspielzeuge sollte man sich nach naturbelassenen Spielzeugen umsehen und zu guter Letzt den Schlafplatz mit „natürlichen“ Dingen bestücken anstatt mit „modischem Schnickschnack“.

 

Bildnachweis: cazeindustrie-chemie-werk-basf-fabrik