Ursachen & Trainingsansätze, wenn dein Hund Kot frisst…

Vermehrt berichten mir Hundebesitzer, dass sie Ihren Hund beim Kotfressen erwischt haben. Dabei handelt es sich nicht nur um den eigenen Kot, denn auch fremder oder sogar menschliche Exkremente bilden keine Ausnahme. Wenn das Mal vorkommt, sollte es sicherlich kein Problem darstellen. Wenn es sich jedoch in eine Art Dauerzustand entwickelt, sollte man diese vermeintlich kleine Fressattacke nicht unterschätzen.

Natürlich fällt Dein Hund nicht sofort um, dennoch kann dieses Verhalten auf eine schere Erkrankung hinweisen. Darüber hinaus kann Dein Hund bei diesem Dauerverhalten schwer erkranken. Frisst Dein Hund Kot? Dann möchte ich Dir in den folgenden Abschnitten mehr über möglichen Ursachen, sowie die Gefahren aber auch Dankanstöße zur Vermeidung dieses Verhalten mit an die Hand geben.

Dein Hund frisst Kot? Unsere Experten beraten Dich gern, um möglichst schnell eine Lösung für Deinen Hund zu finden. Schreib uns eine eMail.

Dein Hund frisst Kot? Mögliche Ursachen

Sicherlich muss hier niemandem erklärt werden, dass Kot weder ein gesundes Futter noch das Fressen der Exkremente zu einem natürlichen Verhalten eines Hundes gehört. Leider gibt es aber viele Hundebesitzer die dieses Verhalten als ganz „normal“ einstufen, ähnlich dem Verhalten des täglichen Grasfressen.

Die möglichen Gründe, warum ein Hund aber überhaupt Kot frisst, möchte ich in den folgenden Abschnitten aufzeigen. Eines sollte allerdings klar sein. Die fachliche Koprophagie (Verzehr von Kot) sagt aus, dass es offenbar auf ein Problem beim Hund und seinem Fressverhalten hindeutet. Schauen wir uns dieses mal genauer an.

Weisser Schweizer Schäferhund Welpe

Fehler in der Prägephase oder Zwingerhaltung?

Dein Hund frisst Kot? Wusstest Du, dass gerade in der Prägephase, in der Welpen trauriger Weise oft im Käfig oder Zwinger gehalten werden, sich dieses Verhalten entwickeln kann? So kommt es nicht von ungefähr, das ein Hund mit diesen prägenden Erfahrungen, Kotfressen als „normal“ betrachtet.

In der Vergangenheit waren es häufig Zwingerhunde, bei denen dieses Verhalten beobachtet werden konnte. Die möglichen Gründe können ganz unterschiedlicher Art sein. Der eine Hund probiert den Kot und eignet sich dieses Verhalten an, der andere hat es getan, weil möglicherweise zu wenig Futter vor Ort war. Es kann aber auch leider eine Kombination unglücklicher Zufälle sein, die den Hund dazu veranlasst haben, Kot zu fressen.

Solltest Du Hundebesitzer eines solchen Exemplars sein, wundere Dich nicht, falls dein Hund zum Kotfressen neigt. Dieses Verhalten ist nicht schön, allerdings kannst DU was dagegen tun. Dazu später mehr.

Kot fressen – kann einseitige Ernährung eine mögliche Ursache sein?

Du hast beobachtet, dass Dein Hund Kot frisst? Viele Hundebesitzer gehen davon aus, dass der Hund eher riecht als schmeckt und ihm das täglich gleiche Futter nicht stört. An dieser Stelle muss ich die Hundebesitzer leider enttäuschen. Einheitliches Futter oder besser gesagt, eine einseitige Ernährung, kann dazu führen, dass Dein Hund am Ende wohlmöglich Kot frisst. Wenn das bei Dir und Deinem Hund der Fall sein sollte, könntest Du mit einem Futterwechsel oder Abwechslung beim Futter schauen, ob dieses Verhalten beim Hund nachlässt.

Frisst dein Hund Gras? Auch dieses Verhalten kann auf ein gesundheitliches Problem hindeuten. Mehr zu diesem Thema in meinem nächsten Artikel.

Führt eine Mangelernährung zum Kot fressen?

Vitamin- oder Mineralmangel kann eine Ursache dafür sein, dass Dein Hund Kot frisst. Daher kann es sein, dass Dein Hund durch den „fremden Kot“ versucht, eine Mangelerscheinung zu kompensieren. Vielleicht liegt die Ursache genau hier. Dazu ist es allerdings wichtig, die Deklaration von Hundefutter zu verstehen.

Verursacht Hunger das Fressen von Kot?

Wird der Hund über Monate mit zu wenig Futter versorgt, kann es vorkommen, dass er beginnt seinen Kot zu fressen. Wie wir das von Straßenhunden kennen, fressen auch diese aus Hunger alles was ihnen über den Weg läuft. Dieses Futterverhalten solltest Du keineswegs unterschätzen und behutsam unterbinden. Ob Du Deinem Hund ausreichend Futter zur Verfügung stellst, kannst du der Fütterungsempfehlung oder Futterrechnern (z.B. ANIfit) entnehmen.

Aber auch bei Fütterungsempfehlungen ist immer zu bedenken, dass jeder Organismus anders ist. Der eine verstoffwechselt schneller der andere langsamer. Daher sollte die Futtermenge immer, egal was der Futterrechner ausspuckt, individuell dem Hund angepasst werden. Zudem kann man auch gezielt mit Leckerlis nicht nur belohnen, sondern eine Art Ausgleich bei der Futtermenge schaffen. Wenn Du bei den Leckerlis auf Kohlenhydratarme achtest, schaden sie nicht mal der Figur Deines Hundes. Hier bietet die Produktreihe EasyBarf von ANIfit eine große Auswahl.

Spielen Darmbakterien eine Rolle?

Gerade Welpen unter einem Jahr können Probleme mit der Darmflora haben, das wiederum zu führen kann, dass der Welpe Kot frisst. Wenn sich dieses nicht unterbinden lassen sollte, kann es auf eine allgemein gestörte Darmflora hinweisen. Hier sollte der Tierarzt einen genauen Check vornehmen.

Welpen, die ja gerade ihr Immunsystem und die Darmflora erst aufbauen, sind in der Regel gefährdeter als erwachsene Hunde. Jede Wurmkur, Impfung oder ein Antibiotika bringt die Darmflora eines Tieres durcheinander. Hier kann aber, unabhängig vom Alter des Tieres, mit einer Aufbaukur für den Darm und einer Darmreinigung Abhilfe geschaffen werden. Dazu eigene sich Produkte wie PowerDarm oder Bierhefe & Chlorella von ANIfit. Auch die Morosche Karottensuppe kann hilfreich sein. Das Rezept und die Wirkungsweise findest du in diesem Artikel.

„Locken“ industrielle Lockstoffe zum Kot fressen?

Gerade im industriellen Futter sind oftmals künstliche Stoffe wie Aromen oder Lockstoffe verarbeitet. Nicht zu selten verführen diese Lockstoffe den Hund dazu seinen eigenen oder fremden Kot zu fressen. Du solltest daher immer einen Blick auf das jeweilige gefütterte Hundefutter werfen und ggf. ein billiges Nass- oder Trockenfutter gegen ein hochwertigeres und gesünderes Futter zu tauschen.

Eine erstklassige Alternative, nicht nur weil hier zu 100% deklariert wird, ist das Nassfutter von RyDog und ANIfit. Mit diesen Sorten kannst Du Deinen Hund ausgewogen und gesund ernähren. Zudem bietet ANIfit im Bereich der Nahrungsergänzung viele Produkte mit denen Du die Bedürfnisse deines Hundes individuell unterstützen kannst. Wenn Du Fragen zu diesem Thema hast, berate ich Dich gern.

Gibt es angeborenes Kot fressen?

In der Tat ist es beim Hund genauso möglich wie beim Menschen (Pika-Syndrom) möglich, dass die Koprophagie (Fressen von Kot) angeboren ist. Hier kannst du medizinisch einen Tierarzt sowie verhaltenstechnisch einen Hundetrainer zu Rate ziehen und Dir ggf. Tipps geben lassen. Ein Tipp von mir wäre ein Netzmaulkorb. Mit diesem kann der Hund zwar schnüffeln und bellen, jedoch kann er damit nicht fressen.

Dein Hund frisst Kot – buhlt er um Aufmerksamkeit?

Du kannst Dir keinen Reim darauf machen, warum Dein Hund Kot frisst? Alles andere als Ursache hast Du bereits ausgeschlossen und auch der Tierarzt hat keine gesundheitlichen Probleme gefunden? Dann hast Du vielleicht ein Exemplar, das mit diesem Verhalten deine Aufmerksamkeit haben möchte. Gerade bei Fellnasen die viel allein sind, nicht im Rudel leben und auch noch wenig von ihrem Besitzer haben, können dieses Verhalten zeigen. Daher richte/t Dir/Euch doch eine tägliche „Hundezeit“ ein, die nur Dir/Euch und Deinem/Eurem Hund gehört, immerhin sollte auch ein Hund zur Familie gehören.

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ANIfit ist perfekt für eine artgerechte und gesunde Ernährung geeignet.

Gefahren, wenn Dein Hund Kot frisst?

Es steh außer Frage, das wenn ein Hund Kot ist, das kein normales Verhalten ist. Diese Abnormalität sollte unbedingt unterbunden werden, denn etliche Gefahren lauern auf Deinen Hund wenn er vom Kotfressen nicht ablässt. Daher sollte es in Deinem Interesse sein, alle Möglichkeiten (Tierarzt, Hundetrainer,…) auszuschöpfen, um das Verhalten Deines Hundes zu beenden. Es ist ja schließlich auch nicht „lecker“, wenn Dein Hund gerade eine „Wurst“ verdrückt hat und Dich dann ableckt. Selbst wenn er dieses nicht tut, sind Atem und vielleicht noch Kotreste am Maul schon etwas ekelig.

Im Kot warten nicht nur Infektionskrankheiten

Ich mach Dir keine falschen Hoffnungen und du solltest genau wissen, was Dich und Deinen Hund erwarten kann, wenn Dein Hund Kot frisst. Er kann dadurch schwer erkranken. Natürlich wünsche ich Deinem Hund, genauso wie Du Dir das wünscht, nur eine gesundheitliche Topform. Dennoch sind folgende Erkrankungen möglich und sogar von Hund zu Hund übertragbar. Daher achte bitte darauf, dass Dein Hund auf keinen Fall Kot frisst.

  • Parvovirose
  • Spülwürmer
  • Hepatitis
  • Wurmeier
  • Salmonellen auch auf Dich übertragbar
  • Fuchsbandwurm und andere Hundebandwürmer

aber auch Giftstoffe die ein anderer Hund aufnimmt und über den Kot ausscheidet

  • Giftstoffe durch pflanzliche Mittel
  • Giftstoffe durch das Futter anderer Tiere
  • Giftstoffe von Wurmkuren, Impfungen u.ä.
  • Giftstoffe in Form von Medikamentenausscheidungen

Die aufgeführten Krankheiten sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, bleiben sie unentdeckt, kann es für das betroffene Tier auch tödlich enden. Viele Erkrankungen sind auch von Tier zu Tier übertragbar und wenn dazu Dein Hund fremden sowie seinen eigenen Kot fressen sollte, kann es echt gefährlich werden.

Auch andere Kotarten von anderen Tieren können Deinem Hund Probleme bereiten. Natürlich kommt es auch immer darauf an, wie Dein Hund gesundheitlich aufgestellt ist. Ist er eh gesundheitlich angeschlagen, reden wir von einer potenziell lebensbedrohlichen Gefahr die beim Fressen von Kot auftreten kann

Achtung Wurmkuren!

So kann z.B. in Pferdeäpfeln, die oftmals nur aus Gras oder Heu entstehen, leicht auch mal eine Wurmkur mit enthalten sein. Wurmkuren werden nach Gewicht verabreicht… ein Pferd kann locker 500-700kg wiegen!!! Bei Hunden die auch noch einen MDR1- Gendefekt haben, kann es dann schnell kritisch werden. 

Daher ist es immer besser: Der Hund sollte keinen Kot von sich oder einem anderen Tier verspeisen. Vielleicht sollte man hier auch mal generell über eine natürliche Wurmkur nachdenken, beziehungsweise Dich beraten lassen.

Falls Dein Hund generell draußen alles unkontrolliert aufnimmt (Essenreste etc.), ist die Gefahr noch größer. Vielleicht solltest Du Dir ernsthaft den Einsatz eines Netzmaulkorb überlegen. Bei unkontrollierter Aufnahme kann auch mal eben ein Giftköder mit dabei sein und dann hört der Spaß auf.

Was ein wenig ekeliger ist, dass Dein Hund sich an seinem Kot satt isst. Sicherlich nicht im Sinne des Erfinders und erst recht nicht in Deinem Interesse. Das kann zur Folge haben, dass Dein Hund nicht mehr frisst.

Was tun, wenn der Hund Kot frisst?

An erster Stelle kann man jedem den Gang zu Tierarzt empfehlen. Dieser kann zumindest schauen, ob die Ursachen des Kotfressens, organischer Herkunft sind. Dabei spielt es keine Rolle ob der und seinen eigenen Kot oder den eines anderen Hundes frisst. Dem Tierarzt sollte das Tier auf jeden Fall vorgestellt werden um eine Erkrankung ausschließen zu können.

Wenn keine Erkrankung Deines Tieres vorliegt, kann ich Dir gern weitere Tipps geben, wie du das Kotfressen Deines Vierbeiners unterbinden kannst. Es folgen einige Hilfestellungen die ich Dir an die Hand geben möchte.

Stress, Angst und Alleinsein vermeiden/verringern

Es kommt bei allen Situationen auf ein gesundes Maß an Stress, Angst oder Alleinsein an. Die utopische Wunschvorstellung einem Hund ein komplett stressfreies Leben zu ermöglichen, kann man getrost abharken. Daher sollte jeder Besitzer für sich und sein Tier entscheiden was möglich ist, auf was man vielleicht verzichten könnte oder für was man trainieren kann.

Gerade wenn Dein Hund unter Alleinsein, Stress oder Angst leidet, bist du gefragt. Wenn Du allein nicht weiter weisst, hilft Dir sicherlich auch ein Hundetrainer mit wertvollen Tipps. Beim Alleinsein oder zu wenig menschlicher Bindung sollte man individuell schauen, was der Hund benötigt.

Dabei kann es um eine kurze Zeitspanne des Alleinsein gehen, wie z. B. beim Einkauf für 1-2 Stunden oder um einen längeren Zeitraum, z.B. eines Krankenhausaufenthalt, wo er in die Obhut muss. Das können Verwandte aber auch eine Hundepension sein, egal was oder wie, er sollte daran gewöhnt sein damit es stressfreier für ihn ist.

Wenn die Möglichkeit besteht, vermeide Stress oder Angstsituationen für Deinen Hund. Nicht all zu selten sehe ich Hunde auf Weihnachtsmärkten, Messen oder ähnlichen Veranstaltungen. Dabei steckt der eine Hund dieses leicht weg, ein anderer möchte am liebsten fliehen. Daher sollte man seinen Hund genau beobachten und objektiv einschätzen wie der Hund mit bestimmten Situationen klar kommt. Wenn sich eine Stresssituation nicht umgehen lässt, kann man schon im Vorfeld mit einem Hundetrainer genau daraufhin arbeiten.

Eine Anschaffung eines Zweithundes oder gar einer Katze, wird nicht die unbedingt die Lösung bringen, die man sich erhofft. Oftmals kommen damit weitere Probleme ins Haus und sollte daher gut überlegt sein. Schon als Besitzer nur eines Hundes, hat man sich vielen verantwortungsvollen Aufgaben zu stellen. In den seltensten Fälle bedeutet ein weiteres Tier weniger Arbeit für den Besitzer. Eher bring das zweite Tier mehr Arbeit ins Haus, denn auch dieses Lebewesen braucht seine Zuneigung, Training und Kuschel-Einheiten.

Mangelerscheinungen mit hochwertigem Futter vermeiden

Du solltest auf billiges Industriefutter verzichten, da es zu Problemen führen kann. Wenn Du Dich mit der Deklaration etwas auseinander gesetzt hast, wirst du höchstwahrscheinlich ohnehin auf ein hochwertiges Futter zurückgreifen. Dieses Futter sollte deinen Hund mit allen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgen die er für ein gesundes Leben braucht. Demnach verringert sich die Gefahr, dass Dein Hund Kot fressen will.

Erzieherische Übungen sollten in den Alltag fließen

Natürlich ist es utopisch das Übungen sofort klappen und der Lerneffekt ein Leben lang anhält. Hier musst du eher konsequent arbeiten und die Übungen immer wieder mit einfließen lassen. Da Dein Hund die Nase weiterhin auf dem Boden bewegen wird, ist es hier wichtig nicht jedes Schnüffeln zu bestrafen. Achte eher auf Kothaufen und verbiete diese konsequent. Ob du positives Verhalten mit Leckerlis, Streicheleinheiten oder nur deiner weichen Stimme belohnst, ist Dir überlassen.

Bei manchen Hunden zeigt es auch Wirkung wenn man den Kothaufen ausschimpft oder negativ behaftet. Sicherlich ist es einen Versuch wert zu testen, wie der eigene Hund darauf reagiert.

Vielleicht ist auch eine Selbstreflexion sinnvoll, wie man spazieren geht. Bin ich beim Hund, am Handy oder gehe ich einfach nur meine Runde weil der Hund sich lösen muss? Wenn ich mit dem Hund gehe und dieser mit mir, ist es sicherlich eine andere Situation, als wenn ich abgelenkt bin und der Hund tun und lassen kann was er will.

Zwingerhaltung vermeiden

Im privaten Bereich wird heutzutage die Zwingerhaltung größtenteils nicht mehr als Zeitgemäß angesehen, auf der anderen Seite bleiben z. B. Tierheimen keine andere Wahl. Eine Tatsache ist nicht weg zu argumentieren: Zwingerhunde neigen zu Verhaltensauffälligkeiten. Generell empfiehlt sich daher, wenn es möglich ist, darauf zu verzichten. 

Boxen-Käfighaltung aufs Minimum reduzieren

Die Box oder der Käfig ist im Alltag eines Hundes nicht immer negativ belastet, wie so vieles, denn es kommt immer darauf an wie die Box oder der Käfig genutzt wird. Werden sie unter Umständen als „Abstellmöglichkeit“ oder zur Bestrafung genutzt, kann sich dieses eher negativ als positiv auf den Hund auswirken.

Wird die Box oder der Käfig aber als eine Art „Ruhezone“ oder „Auszeit“ genutzt, sieht das ganze schon wieder anders aus. Wie auch beim Stress, der Angst oder dem Alleinsein sollte hier ein gutes Mittelmaß gefunden werden und können durchaus positiv für den Hund belegt werden. So bieten Boxen z.B. im Auto eine sichere Transportmöglichkeit für den Hund.

Der letzte Notnagel: Maulkorb

Alle Erziehungsmaßnahmen greifen nicht? Du hast alles probiert, aber Dein Hund frisst weiterhin Kot? Dann solltest du über einen Maulkorb oder ein Maulnetz nachdenken. Bei beiden Möglichkeiten sollte der Hund weiterhin sein Maul zum hecheln öffnen können. Dieses ist sicherlich die letzte Methode die Du in Betracht ziehen solltest, dennoch ist auch dieses eine Lösung, wenn alles andere nicht gefruchtet hat.

Aber auch beim Maulkorb würde ich es individuell für jeden Hund gestalten. Geht der Hund an der Leine, also im sofortigem Zugriff, würde der Hund bei mir keinen Maulkorb tragen. Bin ich aber an Wiesen oder einem Park und lasse ihn wohlmöglich frei laufen, würde er den Maulkorb aufbekommen.

Bildnachweis: caze, depositphotos.com

Betine Reinecke Tierärztin Hameln

Geprüft von
Tierärztin Betina Reinecke

Ich bin Tierärztin aus Leidenschaft. Mir ist es ein persönliches Anliegen, mit medizinisch akkuraten Artikel, Tierbesitzer so umfangreich es geht zu informieren.